Der Staatssekretär für
Verkehr und Umwelt, Christian Gaebler, hatte eine Woche zuvor den aktuellen Standpunkt des Berliner Senats zum Austausch von Gaslaternen durch Elektroleuchten der Presse offeriert.
Am Montag findet nun im Rathaus Charlottenburg eine Podiumsdiskussion zu dem bevorstehenden nahezu vollständigem Abbau der Berliner Gas-Straßenbeleuchtung statt.
Montag, 21. Mai 2012 um 19:00 Uhr
Rathaus Charlottenburg (Lily-Braun-Saal)
Otto-Suhr-Allee 100
Teilnehmer auf dem Podium:
- Prof. Dr. Jörg Haspel, Landeskonservator von Berlin
- Evelyn Hoffschröer, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
- Bertold Kujath, Vorsitzender von Gaslicht Kultur e.V.
- Prof. Dr. Hans-Peter Lühr, stellv. Vorsitzender des Bürgervereins Frohnau
- Heike Pieper, Mitglied des Berliner Kuratoriums der Deutschen Stiftung Denkmalschutz
- Nikolaus Bernau, Mitglied des Landesdenkmalrates Berlin
- Dr. Elisabeth Ziemer, stellv. Vorsitzende von Denk mal an Berlin e.V.
Schnöde Leuchte statt altem Schmuckstück? Quecksilber statt Gas? Echter Umweltschutz oder Dummheit, Habgier und Ökokiezfimmel?
- Geschichte, Gesellschaft, Kiez, Technik -
Das unserem Kiez ans Herz und Mieter-Portemonnaie gewünschte Projekt "Ökokiez" in der Presse:
- Unter dem Titel "Verdämmt" berichtet Alexander Neubacher in der aktuellen Ausgabe des Spiegel über neue Pläne der Bundesregierung, zu Versuchen, von Charlottenburg aus das Weltklima zu retten und die Mieter mit schlagkräftigen Argumenten auf gerader Linie zur Kasse zu bitten.
* Der Spiegel - Nr. 20 vom 14.5.2012 (Wirtschaft Seite 88)
- "Wer kein Geld hat, der soll eben wegziehen aus dem Ökokiez" - so kommentierte Welt Online und meint, daß Weltretter zur Vernunft kommen sollten.
* Welt Online vom 13.03.2012
- Gesellschaft, Kiez, Politik -
- Gedenkveranstaltung für Magnus Hirschfeld
Am kommenden Montag lädt das Bezirksamt gemeinsam mit der neu
gegründeten Bundesstiftung Magnus Hirschfeld zu einer Gedenkveranstaltung
zum 174. Geburtstag und 77. Todestag von Magnus Hirschfeld ein. Andrea hatte Magnus Hirschfeld (1868-1935) in ihrer Lesereihe „Erlesener Kiez“ im Jahr 2008 hier im Blog vorgestellt.
Montag, 14. Mai 2012 um 12:00 Uhr
an der Gedenkstele für Magnus Hirschfeld in der Otto-Suhr-Allee 93 gegenüber dem Rathaus Charlottenburg
- Projektförderung für Kunst und Kultur
Die Projektförderung freier Kulturträger durch das Bezirksamt hat das Ziel, ein attraktives, vielseitiges und abwechslungsreiches Kultur- und Kunstangebot im Bezirk zu schaffen. Gefördert werden kulturelle Leistungen aus vielen künstlerischen Bereichen, zum Beispiel der Darstellenden Kunst, der Bildenden Kunst, der Musik, der Literatur und des Medienbereichs. Voraussetzung für die Förderung ist die Realisierung des zu fördernden Projektes im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Antragsberechtigt sind Einzelpersonen, Gruppen, Vereine und sonstige Zusammenschlüsse, auch solche mit nicht festgefügter Organisationsstruktur.
Die Vergabe erfolgt unter Vorbehalt der Verfügbarkeit der Haushaltsmittel.
Abgabeschluss für Anträge auf Projektförderung 2012 ist Freitag, der 25.05.2012.
Der formlose Antrag ist zu richten an:
Kulturamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Villa Oppenheim
Schloßstraße 55
14059 Berlin.
Informationen zur Projektförderung unter Tel 9029-24102, oder 24103
- Ein Platz für Spatzen, Mauersegler & Co
Das Bezirksamt weist erneut auf den Artenschutz bei Baumaßnahmen an Gebäuden hin.
Haussperlinge, Hausrotschwänze, Mauersegler, Mehlschwalben und Fledermäuse sind als Gebäudebrüter durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützt.
Die Umweltstadträtin Elfi Jantzen bittet alle Hauseigentümer, die Arbeiten an ihren Gebäuden durchführen, sich vorher unbedingt Rat von Fachleuten aus den Naturschutzverbänden und den Naturschutzbehörden zu holen.
Auch die Mieter können darauf achten und ggf. entsprechend reagieren, wenn solche Arbeiten durch den Vermieter angekündigt werden.
>> Sollten Arbeiten am Gebäude erforderlich werden, die einen Erhalt der Lebensstätten nicht zulassen, bedarf es einer naturschutzrechtlichen Genehmigung (Befreiung) der obersten Naturschutzbehörde, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt.
Sofern Arbeiten durchgeführt werden, die nicht genehmigt wurden oder gegen Auflagen aus der Genehmigung verstoßen werden, liegen Verstöße gegen das Bundesnaturschutzgesetz vor, die ordnungsrechtliche Maßnahmen nach sich ziehen (Verhängung von Bußgeldern und Baustopps). <<
Weitere Informationen beim Umwelt- und Naturschutzamt unter Tel 9029-14551, -14552
- Gesellschaft, Kiez, Kunst und Kultur -
Das Kiez-Web-Team wünscht einen schönen Muttertag!
- Gesellschaft, Kiez, ZeitZeichen -
Eigentlich sollte die Knobelsdorffstraße im Frühjahr 2011 gleich nach Fertigstellung der Spandauer-Damm-Brücke mit der Freigabe des Verkehrs auf den dortigen Autobahnauffahrten und -Abfahrten geöffnet werden. Doch es kam anders. Ein gewisser Zirkel hatte in der Zwischenzeit offenbar eigene Interessen entdeckt und die entsprechenden Absichten entwickelt: der Fördertopf "Ökokiez" leuchtete wohl äußerst begehrlich dahinter. Andere Nachbarn interessierten dann dabei nicht, wie leider üblich.
Am Tag der Öffnung wurden nun schlußendlich auch noch alle Anwohner der Knobi verarscht, die selbst keine Autobesitzer sind und sich über eine dauerhafte Schließung gefreut hatten. Zu den Florianern unter ihnen, wie auch aus anderen Straßen, erübrigt sich jegliche weitere Bemerkung. Über ein Jahr wurden jedoch bereits zuvor die Anwohner aller Nebenstraßen für die eigenen Interessen mißbraucht, denn irgendwohin muß sich der Verkehr ja verlagern. Das nahmen jedoch einige Anwohner aus dem Horstweg nicht so einfach hin. Mit Einsatz und Rückgrat gingen sie ihren Weg - bis hin vor das Verwaltungsgericht. Und siehe da: es stellte sich heraus, daß die Beibehaltung der Sperrung unrechtmäßig war, quasi also gegen geltendes Recht & Gesetz verstoßen worden ist. Stadtrat Marc Schulte stellte schließlich auf einer Anwohnerversammlung in der Nehring-Grundschule dar, daß auch das Rechtsamt des Bezirksamts diese Auffassung bestätigte. Wenn das Rechtsamt das jetzt so beurteilt, dann war ihm das auch damals vor ca. einem Jahr schon klar. Das kann im Rückblick doch wohl nur bedeuten, daß sich die damals zuständige Stadträtin von den Grünen darüber hinwegsetzte - klientelwunschgemäß halt, wie es im letzten Beitrag zum Ökokiez so schön passend ausgedrückt wurde. (Interessant darin nebenbei, daß eine neue grüne Stadträtin offenbar auch weiterhin ein recht klientelgewünschtes Verhalten an den Tag legt). Die damalige Stadträtin der Grünen hatte auch sonst kein Versprechen eingehalten: zum Beispiel im Horstweg (bis zum Sommer 2011) eine Verkehrsberuhigung einzurichten. Warum also sollte man solchen Politikern noch trauen?
So kam es, wie es (rechtlich verfügt!) kommen mußte: die Sperrung der Knobelsdorffstraße wurde beseitigt.
Das Bezirksamt mußte eine neue Ampel kaufen, denn es hatte ganz einfach die alte vorher entfernen lassen, und noch so etliche weitere zusätzliche Arbeiten bezahlen. Die provisorische Absperrung wegen der Bauarbeiten an der Spandauer-Damm-Brücke war inzwischen zu einer festen umgebaut worden. Neue Fahr- und Fahrradstreifen mußten aufgebracht und alte Markierungen beseitigt werden.
Die Blumen von der Straße wurden gerettet und damit die danebenliegende Baumscheibe sinnvoll verschönert.
Bauarbeiter mit Herz! Vielen Dank!
Bedanken wollen wir uns auch bei der Berliner Polizei vom Abschnitt 24. Sie waren diesmal schon vorher vor Ort und haben das gesamte Geschehen beaufsichtigt, um das Recht auf Demokratie und freie Meinungsäußerung sicherzustellen.
Vielen Dank!
Das Schild kommt zu spät. Diese Einsicht hätte am Anfang stehen müssen. Und neben Tante Horst und Onkel Knobi gibt es schließlich auch noch Schwester Sophie-Charlotte und Bruder Seeling, Vater Nehring und Mutter Christ, Nachbar Klausener und Nachbarin Neufert. Aber vielleicht ist es ja ein Zeichen und gibt Hoffnung für einen Neubeginn. Aber dann doch bitte ohne Steuerungsklientel im Hintergrund.
Dann war es soweit. Die Ampelsteuerung ist geschaltet und die Knobelsdorffstraße wieder offen. Nur wenige Minuten später wollte der erste Autofahrer aus dem Kiez nach draußen. Weitere PKWs folgten kurz darauf.
Da fährt es hin, das erste Auto nach der Öffnung in Richtung Knobelsdorff-Brücke.
Doch es wollte absolut kein Fahrzeug in die Knobi reinfahren. Der rbb-Kameramann wartete und wartete (ganz links gegenüber an der Ecke) und gab dann auf. Es dauerte vielleicht so um die 20 bis 30 Minuten, bis dann doch ein Auto von der Sophie in die Knobi einbog. Und es kam so, wie vorausgesagt. Es war eine Demonstrantin gegen die Öffnung, die vorher noch ein Protestplakat gehalten hatte und nun wohl einfach nur noch schnell nach Hause kommen wollte. Auf der anderen Seite ist das aber auch schon wieder aufrichtig. Sonst hätte sie ja durch den Horstweg oder durch die Seelingstraße fahren müssen. Respekt!
Und auch der rbb hatte genug gesehen und fuhr anschließend durch die offene Knobi in Richtung Heimat zurück.
- Kiez, Politik -
Der Staatssekretär für
Verkehr und Umwelt, Christian Gaebler, möchte am kommenden Montag über den aktuellen Stand beim
Austausch von 8.400 Gasreihenleuchten durch Elektroleuchten informieren.
Dazu wird am Montag, den 14. Mai 2012 um 20:30 Uhr zu einer Pressekonferenz in das Dienstgebäude der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, in den Ausstellungsraum im Erdgeschoss, Württembergische Straße 6, 10707 Berlin eingeladen.
Im Anschluss an die Pressekonferenz werden wir Ihnen vor Ort bereits umgerüstete Leuchten zeigen. Wir möchten Ihnen dabei auch Gelegenheit geben, sich selbst davon zu überzeugen, dass auch LED-bestückte Aufsatzleuchten weder im äußeren Erscheinungsbild noch in Lichtfarbe und Helligkeit von Gasleuchten unterschieden werden können.
Für die Pressekonferenz und 60-minütigen Nachtfahrt benötigen wir von Ihnen eine Anmeldung (Start und Ende in der Württembergischen Straße). Bitte teilen Sie uns bis zum Freitag, dem 11. Mai 2012, unter der Tel.-Nr.: 030 90139 4044 oder der Mailadresse: Marion.Neumann@senstadtum.berlin.de Ihren Teilnahmewunsch mit.
Unten eine Gasreihenleuchte in der Knobelsdorffstraße. Diese sollen hier bei uns im Kiez mit zuerst gegen das elektrische Modell "Jessica" (Gegenüberstellung im Kommentar Nr. 18) ausgetauscht werden - siehe Kommentar Nr. 1 hier im Blog:
Hiernach sollen im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf in einem ersten Schritt 1.368 Gaslaternen in folgenden Straßen ausgetauscht werden:
Charlottenburg: Preußenallee, Eichkampstraße, Wundtstraße, Bleibtreustraße, Sophie-Charlotten-Straße, Suarezstraße, Rönnestraße, Salzufer, Knobelsdorffstraße, Damaschkestraße, Lise-Meitner-Straße, Herbartstraße, Witzlebenstraße, Platanenallee, Max-Dohrn-Straße, Dernburgstraße, Olbersstraße, Gaussstraße, Giesebrechtstraße, Holtzendorffstraße, Lehniner Platz, Clausewitzstraße, Kirschenallee, Sybelstraße, Windscheidstraße, Richard-Wagner-Straße
Siehe auch:
* Kiezer Weblog -Charlottenburger Kieze ohne Gaslaternen?
* Kiezer Weblog - Geht dem Kiez das Gaslicht aus?
* Kiezer Weblog - Online-Petition zur Erhaltung der Berliner Gas-Straßenbeleuchtung
* Kiezer Weblog "Schicke neue Ausstattung für die Gaslaterne"
* Weitere Berichte im Kiezer Weblog
(tag 'gaslaterne')
- Geschichte, Kiez, Technik -
Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf informiert dazu kurz und knapp in einer Pressemitteilung:
Die Knobelsdorffstraße wird an der Kreuzung Sophie-Charlotten-Straße am Freitag, dem 11. Mai 2012, im Laufe des Tages wieder für den öffentlichen Kraftfahrzeugverkehr geöffnet.
Die Berliner Woche berichtet noch in der aktuellen Ausgabe vom 9. Mai 2012: "Weiterhin gesperrt". Aber die Pressemitteilung des Bezirksamts ist auch erst am 8. Mai erschienen. Eigentlich sollte die Sperrung schon viel früher aufgehoben werden, aber die beauftragte Straßenbaufirma sollen "Lieferschwierigkeiten" geplagt haben. Weitere 15 000 Euro sollen dann noch für die nächste Verkehrszählung ausgegeben werden, teilt die Berliner Woche am Ende des Artikels mit.
Mußte die neue Ampel erst geschnitzt oder gegossen werden? Erwartet uns jetzt ein einmaliges Schmuckstück in den klassischen Ampelfarben? Fragen über Fragen. Scheint ja alles ganz spannend zu werden. Welcher Florianer wird als erstes rein- oder rausfahren? Wird er mit bunten Blumen begrüßt oder ausgebuht?
Hier zur Erinnerung:
Vorher (2008)
jetzt
und Nachher wie Vorher?
- Kiez -
08. Mai 2012 - 22:04TV-Tipps
- Der jüngste Mordfall vom Klausenerplatz soll laut Pressemeldungen in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" vorgestellt werden. Hier nochmal der Fahndungsaufruf der Berliner Polizei.
ZDF - "Aktenzeichen XY...ungelöst"
Mittwoch, 9. Mai 2012 um 20:15 Uhr (Wiederholung am Mittwoch, 9. Mai 2012 um 1:30 Uhr)
- Asbest in den Wohnungen
Lauernde Gefahr: Asbest im Wohnzimmer?
Viele Berliner Mieter wissen nicht, dass in ihren Wohnungen eine potentielle Asbest-Quelle liegt: sogenannte Floor-Flex-Platten, asbesthaltige PVC Beläge, die vor 30 bis 40 Jahren verlegt wurden. Dabei sind viele dieser Platten mittlerweile gebrochen und setzen möglicherweise gefährliche Asbeststäube frei. Politik und Wohnungsbaugesellschaften streiten sich, wie weit Sanierungskonzepte gehen sollen und ob man die Mieter überhaupt über das Asbest informieren müsse.
Quelle: rbb - "Klartext"
Das betrifft auch immer noch zahlreiche Wohnungen der GEWOBAG bei uns im Kiez. Auf das so gern verschwiegene Problem hatte eine hiesige Mieterinitiative bereits im Jahr 2006 hingewiesen.
rbb "Klartext"
Mittwoch, 9. Mai 2012 um 22:15 Uhr
- Kiez, Menschen im Kiez -
Nach dem ersten Brief an den Senator für Stadtentwicklung und Umweltschutz, folgte nun ein weiterer.
Berlin, im April 2012
An den
Senator für Stadtentwicklung und Umweltschutz
Herrn Michael Müller
Sehr geehrter Herr Senator Müller,
wir danken Ihnen für Ihre Antwort auf die Fragen von Frau Katrin Lompscher im Abgeordnetenhaus am 23. Februar und 22. März zur Modernisierungsankündigung der GEWOBAG am Klausenerplatz in Charlottenburg.
Leider entsprechen Ihre Aussagen nicht ganz dem vorliegenden Sachverhalt in unserer Wohneinheit (repräsentiert über 50% der betroffenen Objekte).
Wir stimmen Ihnen zu, dass ,,für eine sachliche Diskussion [...] die jeweiligen Ausgangsmieten zu betrachten [...]" sind. Daher haben wir diese und weitere Daten zu unseren Wohnungen gesammelt. Wie Sie der beigelegten Liste entnehmen können, trifft für die meisten der erfassten Wohnungen weder zu, dass ,,die Mieten [...] auch nach Instandhaltung und Modernisierung unter dem Berliner Mietspiegel und deutlich unter der Marktmiete von 6,50 Euro pro Quadratmeter" liegen noch dass ,,[...] die Betriebskosten durch die energetische Modernisierung reduziert werden."
Eine ,,Vereinbarkeit mit der Koalitionsvereinbarung zwischen CDU und SPD [. . .]" und mit dem ,,[...] im Juli 2007 beschlossenen Gesamtkonzept für die städtischen Wohnungsbaugesellschaften" können wir - nicht zuletzt wegen der unverhältnismäßig hohen Mietsteigerungen - nicht erkennen und bitten darum, zumal unere Wohnungen bereits modernisiert wurden, die geplante Modernisierung auszusetzen.
Mit freundlichen Güßen
Quadratmeterpreis alt
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Quadratmeterpreis neu
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Erhöhung in %
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Änderung BK-Vorauszahlung
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| 5,19 |
6,05 |
17 |
Nein |
| 5,02 |
6,10 |
22 |
Nein |
| 5,07 |
6,15 |
21 |
Nein |
| 4,45 |
6,26 |
41 |
Nein |
| 5,33 |
6,41 |
20 |
Nein |
| 4,97 |
6,75 |
36 |
Nein |
| 5,21 |
7,03 |
35 |
Nein |
| 5,25 |
7,03 |
34 |
Nein |
| 5,22 |
7,06 |
35 |
Nein |
| 6,02 |
7,09 |
18 |
Nein |
| 5,35 |
7,10 |
33 |
Nein |
| 5,46 |
7,22 |
32 |
Nein |
| 5,46 |
7,23 |
32 |
Nein |
| 5,46 |
7,24 |
33 |
Nein |
| 5,67 |
7,42 |
31 |
Nein |
| 6,08 |
7,86 |
29 |
Nein |
Noch eine Anmerkung
Ein betroffener Mieter hat uns inzwischen mitgeteilt, daß ein Mitarbeiter der GEWOBAG ihm zum Modernisierungsvorhaben sinngemäß folgendes sagte: Das Vorhaben ziehen wir auf jeden Fall durch. Danach werden wir weiter alle 15 Monate die Miete um 10% erhöhen. Nach sieben Jahren wird hier keiner mehr wohnen, der sich die zukünftigen Mieten nicht leisten kann.
Diese Aussage möchten wir bitte direkt vom Vorstand der GEWOBAG und vor allen Dingen vom Stadtentwicklungssenator bestätigt, oder gern auch deutlich widerlegt, bekommen - und zwar hier vor Ort und direkt vor den Mietern!
- Kiez, Menschen im Kiez, Politik -
Die Idee gefällte Straßenbäume zu ersetzen, entstand schon Anfang des Jahres 2011. Das Bezirksamt hat nicht mehr genug Geld, um neue Bäume zu pflanzen. Die GEWOBAG unterstützt immer wieder Aktionen in ihrem Bestand. Ob sie das macht und was sie mit dem Geld der Mieter letztlich fördert, diese Auswahl trifft sie selbst. Eine Mitbestimmung der Mieter bei der Entscheidung zuzulassen, davon ist sie noch weit entfernt. So kam für den Mieterbeirat die Zusage des GEWOBAG-Vorstandes durchaus überraschend. Umso mehr freute man sich darüber und begeistert war dann auch Herr Maasberg, zu der Zeit Leiter des Grünflächenamtes, als er davon hörte. Mit ihm zusammen liefen die ersten Vorbereitungen an. Doch dann verstarb er plötzlich und unerwartet. Dadurch verzögerte sich das Vorhaben um gut ein Jahr.
Bäume sind ein Stück Natur und ganz einfach wunderbare Gewächse. Bäume gehören in den Kiez wie die Menschen, Jung und Alt, wie die alten Häuser, wie so manches kleines Tierchen, wie Grün- und Freiflächen, und auch das typische Kleingewerbe. Bäume sind halt wichtig für das Kiezklima im übertragenen Sinne und nach mehr ideologischem Überbau war keinem der Beteiligten.
Immerhin erwähnte Baustadtrat Marc Schulte bei seiner Begrüßung, er würde sich über die gemeinsame Aktion von GEWOBAG und Bezirksamt sehr freuen und machte doch im gleichen Atemzug darauf aufmerksam, daß ganz aktuell zum Thema Mieten noch ein dringender Gesprächsbedarf bestehe, um zu einer ähnlich beispielhaften Zusammenarbeit zum allgemeinen Wohl der Anwohner zu kommen.
Am Donnerstag wurde jedenfalls erstmal nur ein positives Zeichen gesetzt. Einen Baum zu pflanzen hat den Beteiligten und Gästen viel Freude bereitet und das sollten einige Bilder deutlich zeigen. Die Kinder, die dabei waren, können ihn noch viele Jahrzehnte wachsen sehen. Ein Anwohner kam vorbei: er hätte das Geschehen beobachtet, fand das wunderbar und spendete dem Bezirksamt zu Händen Herrn Schulte spontan eine Anzahlung für einen weiteren Baum. Später dann, im Mieterclub, kam plötzlich der Hinweis: Schau mal nach beim ersten neuen Baum. Da hatte bereits ganz heimlich irgendjemand weitergemacht, schon die ersten Blümchen dazu gepflanzt und den Baum auf seine Weise begrüßt (siehe letztes Foto).
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- Kiez, Menschen im Kiez -
Die Baumpflanzaktion wurde auch nebenan von oben aus der eigenen Wohnung „aufgenommen“.
Vielen Dank für die Zusendung der ersten Fotos ;)
- Kiez, Menschen im Kiez -
Unser Kiez erhält neue Bäume. Auf Vorschlag des Mieterbeirat Klausenerplatz und mit der entscheidenden Unterstützung der GEWOBAG und des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf werden in diesem Jahr zehn Bäume gepflanzt.
Dies wollen wir gemeinsam mit einer symbolischen Baumpflanzaktion in der Neuen Christstraße begleiten und ein wenig feiern. Kinder aus dem Kiez werden einen Baum unter fachkundiger Begleitung einer Gartenbaufirma pflanzen. Jan Dober, unser Zeuberer aus dem Kiez, wird Bäume auf magische Weise aus dem Nichts erscheinen lassen. Icke (Marcel Krüßmann) und Sunny (Sung Hoon Chung) werden mit ihren Gitarren und eigenen Songs den musikalischen Bezug zum Lebensumfeld präsentieren. Im Mieterclub stehen Snacks und Getränke zur Stärkung und zum gemütlichen Ausklang bereit.
Dazu laden wir alle kleineren und größeren Nachbarn herzlich ein.
Donnerstag, 26. April 2012 von 14:30 bis ca. 16:00 Uhr im Mieterclub
Neue Christstraße 8 in 14059 Berlin
Im Anhang die Pressemitteilungen des Bezirksamts und der GEWOBAG, sowie die Liste der Neupflanzungen für das Jahr 2012.
[weiterlesen]
- Gesellschaft, Kiez -
Ein neuer Kampfplatz wurde geschaffen. Jetzt ist der Ziegenhof dran. Und nein, der Konflikt geht nicht von den Ziegen aus. Das Geschehen spielt sich auf der anderen Seite ihres Zaunes ab: im Menschengehege. Bei den so harmlos erscheinenden, frisch gepflanzten, bunten Blümchen trügt tatsächlich der Schein.
Worum geht es also?
Drei Punkte werden auf einem Protestplakat im Ziegengehege genannt:
- Wassergebühren
- Nutzungsvertrag
- Kommerz auf dem Hof
Am Zaun des Ziegengeheges wird es näher beschrieben und auch auf der Webseite der Ziegenhofgruppe.
Es geht also um eine Auseinandersetzung mit dem Bezirksamt, denn der Ziegenhof ist eine öffentliche Grünanlage des Bezirks.
Erstaunlicherweise scheint jedoch ein anderer Punkt im Vordergrund zu stehen: "Das Bezirksamt will die Bewirtschaftung der Fläche neben dem Eingang durch das Eiscafé gegen ein Nutzungsentgeld genehmigen." Das Eiscafé? Es handelt sich aber nicht um irgendein neu aufgelaufenes großkapitalistisches, morgen die ganze Welt den ganzen Ziegenhof einnehmendes, Eiscafé. Gemeint ist das Eiscafé Fedora von Recep, das seit vielen Jahren zu uns gehört und dessen Inhaber sich auch schon für den Kiez engagiert hat. Es geht um eine kleine Ecke gleich neben dem Eingang zum Ziegenhof, die das Bezirksamt und der zuständige BVV-Ausschuss ihm probeweise für ein Jahr genehmigen möchte. So wurde das Plätzchen ganz schnell "präventiv" aufgerissen und bepflanzt, um ein Aufstellen von Tischen und Stühlen zu verhindern. (Erstaunlich? Hmmh... aber sicher wurden die Amtsstuben des zuständigen Stadtrates und die BVV-Räume bereits mit Erde befüllt und begrünt.)
Ob dieser Kommentar an einer Wand zum Ziegenhof schon etwas dazu mitteilen möchte?
- Kiez -
Ein schon etwas älterer Kampfplatz wurde zum Wallfahrtsort für Autofahrer
Zur Jahrhundertwende war es noch äußerst friedlich in der Knobelsdorffstraße, doch Anno 2011 wurde zur (gesteuerten) Schlacht gegen die Nachbarn aus der Nebenstraße aufgerufen. Nach den ersten Kampfszenen auf offenem Gelände folgte die nächste Auseinandersetzung in der Arena einer Schule.
Und so sieht es jetzt auf dem einstigen Kampfplatz aus. Was hat das zu bedeuten? Was soll uns das sagen? Das wollten wir nun genauer wissen. Die ersten Äußerungen waren erschütternd. Soll das ein symbolisches Ehrengrab darstellen - für die Helden der ersten Kämpfe? Die meisten meinten jedoch, das solle wohl eine Anspielung auf etwas anderes sein - etwas, was auch in der Schularena dargestellt wurde. Aber das ist doch wohl nicht möglich - das wäre ja makaber, so daneben kann doch keiner handeln. Na ja, zwei oder drei vielleicht - aber sicher nicht die große Mehrheit.
Wir haben vor Ort nachgefragt und wurden beruhigt. Es soll eine friedliche Symbolik darstellen. Und die Entwicklung würde sich schließlich von selbst erklären. Die Rechtslage ist klar, der Rechtsweg ist gelaufen. Jetzt hilft also nur noch das Gebet.
So wurde der Ort zur Pilgerstätte ausgebaut. Ein Gebetsort soll es sein. Er soll Gelegenheit bieten, dem Schutzpatron der dort wohnenden Florianer, dem heiligen Sankt Florian ein stilles Bittgebet zu entsenden. Das kann kniend geschehen, aber auch, wie uns versichert wurde, dürfe durchaus stehend gesprochen werden. Nur die Autofahrer werden gebeten, dazu wenigstens aus ihrem Fahrzeug auszusteigen. Ein flüchtiges Hinmurmeln des Gebetes beim schnellen Vorbeifahren, würde sich nun wirklich schon gar nicht ziemen.
Folgender Gebetsentwurf wurde uns zur Weitergabe übergeben.
Gebet an den heiligen Sankt Florian der Autofahrer
Oh Heiliger Sankt Florian,
ich fahre Auto gern und mit viel Wonn(e)
auf fremden Straßen, das ist fein.
Doch meine Straß(e), dort wo ich wohn,
die halt bitte frei für mich allein!
- Kiez, Satire -
Mieterinnen und Mieter der Seelingstraße 51 und 53 haben sich in einem offenen Brief an die politisch Verantwortlichen gewandt.
Berlin, im März 2012
Offener Brief der Bewohner der
Seelingstraße 51/53 in
14059 Berlin
an den
Senator für Stadtentwicklung und Umweltschutz, Herrn Michael Müller
und an den
Bürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf, Herrn Reinhard Naumann
Sehr geehrte politisch verantwortliche Herren Müller und Naumann,
in den letzten Jahren hat unsere Vermieterin, die GEWOBAG, alle rechtlich möglichen Mietsteigerungen ausgeschöpft. Die Mieten unserer bereits modernisierten Wohnungen liegen in den meisten Fällen bereits im oberen Bereich des entsprechenden Mietspiegels. Viele müssen schon jetzt über 30% ihres Monatseinkommens für die Miete aufbringen.
Wir hatten gehofft, dass mit der neuen Koalitionsvereinbarung zwischen SPD und CDU weiteren Erhöhungen ein Riegel vorgeschoben wird. Dort steht, dass die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften eine dämpfende Funktion auf die Mietenentwicklung in der Stadt ausüben sollen.
Nun haben wir am 10.2.2012 eine Modernisierungsankündigung der GEWOBAG bekommen.
Für mehr als die Hälfte der Bewohner würde die Kaltmiete nach der Modernisierung um mehr als 30% steigen. Bei langjährigen Bewohnern steigt die Miete sogar um 60% an!
Dabei steht in der Koalitionsvereinbarung, dass die modernisierungsbedingten Mietsteigerungen in 4 Jahren maximal 15% ausmachen und sich dabei am Mietspiegel ausrichten sollen!
Bitte sorgen Sie dafür, dass die Koalitionsvereinbarung eingehalten wird! Wir sind Alte und Junge, mit und ohne Arbeit, Vitale, aber auch Schwerbehinderte! Wir möchten hier weiter wohnen bleiben können!
Vielen Dank!
- Kiez, Menschen im Kiez, Politik -