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19. Mai 2012 - 00:24Giftgrüngetünchter Ökokiezfimmel ?

Zuerst die Meinungsfreiheit in der Schule abschaffen, dann das Gesetz, darauf das Geld der Mieter abziehen und die Alteingesessenen aus dem Ökokiez vertreiben und schließlich noch die alten Laternen entsorgen?
Ja, das alles haben wir bereits kennengelernt - aber ihre Pläne sind anscheinend noch viel, viel schlimmer.

Letztens, an einem Wahl-Werbestand am Klausenerplatz, wurde das so harmlos aussehende "Geschenk für zu Hause" an die ahnungslosen Bürgerinnen und Bürger verteilt.  Was haben sie eigentlich noch vor?

 

"Quecksilbergeschenk" von der Grünen Partei

- Gesellschaft, Satire - Kein Kommentar / Kein Trackback

17. Mai 2012 - 18:10Zum Vatertag

anstatt des "normalen" Gebetes zum Tage:

        Mammon unser, der Du bist in den Börsen
        Geheiligt werde Dein Name
        Dein Reichtum komme.
        Dein Wille geschehe,
        wie an den Börsen, so auch in den Bilanzen.
        Unser täglichen Profit gib uns heute
        Und vergib uns unsere Schulden
        wie wir unseren Schuldnern nie vergeben.
        Und führe uns nicht aus der Versuchung
        sondern erlöse uns von der Börsenaufsicht.
        Denn Dein ist das Reich
        und die Rendite und die Herrlichkeit
        in Ewigkeit.
        Amen

T. Wiese - Gastautoren, Satire - Kein Kommentar / Kein Trackback

21. April 2012 - 00:02Gedanken zum Wochenende

Tofuschnitzel, Biowildlachs, Hummer oder lieber Schaschlik?

Jeder nach seiner Façon - jede nach ihrem Geschmack?

 
Doch der Ökoimperator sprach: Seit 5 Uhr wird zurückgepflanzt!

  

- Netzfundstücke, Satire, ZeitZeichen - Kein Kommentar / Kein Trackback

15. April 2012 - 00:02Ein Kampfplatz ist (vorerst) befriedet

Ein schon etwas älterer Kampfplatz wurde zum Wallfahrtsort für Autofahrer

Zur Jahrhundertwende war es noch äußerst friedlich in der Knobelsdorffstraße, doch Anno 2011 wurde zur (gesteuerten) Schlacht gegen die Nachbarn aus der Nebenstraße aufgerufen. Nach den ersten Kampfszenen auf offenem Gelände folgte die nächste Auseinandersetzung in der Arena einer Schule.

Und so sieht es jetzt auf dem einstigen Kampfplatz aus. Was hat das zu bedeuten? Was soll uns das sagen? Das wollten wir nun genauer wissen. Die ersten Äußerungen waren erschütternd. Soll das ein symbolisches Ehrengrab darstellen - für die Helden der ersten Kämpfe? Die meisten meinten jedoch, das solle wohl eine Anspielung auf etwas anderes sein - etwas, was auch in der Schularena dargestellt wurde. Aber das ist doch wohl nicht möglich - das wäre ja makaber, so daneben kann doch keiner handeln. Na ja, zwei oder drei vielleicht - aber sicher nicht die große Mehrheit.

Pilgerstätte in der Knobi "Zum Heiligen Sankt Florian"

 

Wir haben vor Ort nachgefragt und wurden beruhigt. Es soll eine friedliche Symbolik darstellen. Und die Entwicklung würde sich schließlich von selbst erklären. Die Rechtslage ist klar, der Rechtsweg ist gelaufen. Jetzt hilft also nur noch das Gebet.

So wurde der Ort zur Pilgerstätte ausgebaut. Ein Gebetsort soll es sein. Er soll Gelegenheit bieten, dem Schutzpatron der dort wohnenden Florianer, dem heiligen Sankt Florian ein stilles Bittgebet zu entsenden. Das kann kniend geschehen, aber auch, wie uns versichert wurde, dürfe durchaus stehend gesprochen werden. Nur die Autofahrer werden gebeten, dazu wenigstens aus ihrem Fahrzeug auszusteigen. Ein flüchtiges Hinmurmeln des Gebetes beim schnellen Vorbeifahren, würde sich nun wirklich schon gar nicht ziemen.

Folgender Gebetsentwurf wurde uns zur Weitergabe übergeben.

Gebet an den heiligen Sankt Florian der Autofahrer
 
Oh Heiliger Sankt Florian,
 ich fahre Auto gern und mit viel Wonn(e)
     auf fremden Straßen, das ist fein.
Doch meine Straß(e), dort wo ich wohn,
     die halt bitte frei für mich allein!
 
   

- Kiez, Satire - Kein Kommentar / Kein Trackback

31. März 2012 - 01:12Ratlos im Rathaus

Eine Nachbetrachtung zur Verabschiedung des Bezirkshaushaltes:

 

Plakat und Foto © Liese P.

- Politik, Satire - sechs Kommentare / Kein Trackback

29. Februar 2012 - 01:14ÖkoKiez 2012 - inoffizielle Eigeninitiative

Im Kiez am Klausenerplatz boomt „Öko“ jeder Art, so sieht man es von außerhalb. Richtig, und das ist schon länger so: ein Öko-Fleischer, ein Bio-Bäcker und natürlich Lyllas Biomarkt seit über 20 Jahren. Dann haben wir noch einen fragwürdigen Zirkel, der unter dem Label "Mafiökokiez" sein dunkles Unwesen treibt.

Wie sich Nachbarn aktiv der ökobiologischen Wiederverwertung widmen, ist hier zu sehen. Ganz ohne Förderprogramm, mit Phantasie und Spaß und sehr viel Freude wird jeden Montag im Mieterclub gemalt, gebastelt und sogar Recycling-Ideen werden praktisch umgesetzt. Eine Verknüpfung mit Gefühlen wie Lust, Freude und Spaß sei anzustreben, so heißt es im IKSK auf Seite 77. Hier gibt es nichts mehr anzustreben - alles schon vorhanden. Ein "Ökoimperator" mit seinen  "Freiträgern" kann da nur stören.

 

Montagsmaler im Mieterclub - eine fröhliche Gruppe - einfach hingehen und mitmachen

 

PS
Eine Verwertung des 102.000 € teuren 198-seitigen „Integrierten Kommunalen Klimaschutzkonzeptes für den Klausenerplatz-Kiez“ (IKSK) verbietet sich derzeitig (noch) aus Respekt vor den dafür ausgegebenen Steuergeldern. Außerdem braucht es der eventuell kommende Klimaschutzmanager vielleicht zum Schmökern.

Sollte der „Projekträger Jülich“ jedoch auf die Idee kommen, das Fördertopf-Geld effektiver anzulegen und wir keinen Klimaschutzmanager erhalten - dann stellen wir schon mal die Preisfrage: Wieviel Blätter, bzw. Rollen, wird man daraus wohl erstellen können? (Die eine oder andere Packung Papiertaschentücher zum geplatzten Traum vom fetten Zaster, könnte dabei sicher noch nebenbei abfallen).
Ob das Bezirksamt vielleicht schon heute Abend bei der offiziellen Spiel-, Spaß-, und Bastelrunde eine Lösung liefern wird?

- Menschen im Kiez, Satire - ein Kommentar / Kein Trackback

16. Februar 2012 - 00:02Rathaus zu verkaufen

Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf will das Rathaus Wilmersdorf verkaufen. Ja wirklich, das ist weder ein Karnevalsgag noch ein verfrühter Aprilscherz!

Charlottenburg ist pleite - jahrelang heruntergewirtschaftet von Senat und Bezirkspolitikern. Kein Wunder, wir erleben es ja gerade hier im Kiez mit einem typischen Beispiel. Die Sperrung der Knobelsdorffstraße wollen (müssen) sie aufheben - und das kostet. Die Aufhebung der provisorischen Sperrung gleich nach Beendigung der Bauarbeiten an der Spandauer-Damm-Brücke hätte sie gar nichts gekostet, da dafür die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (Bau-/Verkehrsplanung) zuständig gewesen wäre und bezahlt hätte.

Der Bezirk Charlottenburg war mal eine reiche Stadt - sogar die reichste Stadt Preußens. Das ist lange her. Die Bürger waren einst so stolz auf ihre Stadt, daß sie das Rathaus Charlottenburg mit einem höheren Turm als dem vom Schloß Charlottenburg erbauen ließen (was den Kaiser damals sehr erzürnte).

So traf folgender Vorschlag zur Übernahme bei uns ein, bevor wir noch mehr unter die Finanzknute von dubiosen Fremdmächten geraten:

  • Die Bürger des Bezirks übernehmen das Rathaus Wilmersdorf (selbst ein Ankauf zu einem vernünftigen Preis sollte möglich sein bei ca. 322.000 Einwohnern, dessen Erlös gleich in die neue Bezirkskasse wandert).
     
  • Bürgermeister, Stadträte und der ganze Parteien-Wasserkopf werden eingespart.
     
  • Die Bezirksverwaltung wird auf das Rathaus Charlottenburg zentriert.
     
  • Im Rathaus Wilmersdorf übernehmen die Bürger ihren Bezirk - direkte Demokratie umgesetzt.
    Der Rundhof ist, möglicherweise noch überdacht wie der Reichstag, bestens geeignet für Bürgerversammlungen, Bürgerabstimmungen und Bürgerentscheide.
    Der Rundhof ist weiterhin ideal für Konzerte und Veranstaltungen. Ein Bezirkskino wäre im Rathaus möglich und vieles mehr.

Auf zu neuen stolzen Bürgerzeiten. Ohne Kaiser Bürgermeister. Ohne Lug, Betrug und Korruption.
Ist das zu schaffen? Oder würde das heute den Senat erzürnen?

- Gesellschaft, Politik, Satire, ZeitZeichen - sechs Kommentare / Kein Trackback

11. Februar 2012 - 20:45Übrigens, was macht eigentlich....?

Ja, was macht eigentlich Frau Ülker Radziwill von der SPD?

Letztes Jahr, so kurz vor den Wahlen, war sie noch täglich im Kiez unterwegs, um die Platzierung von komischen Plakaten zu überwachen und fleißig Geschichten in Kameras zu verbreiten. Sie wollte sich für bezahlbare Mieten einsetzen und speziell für Migranten, so war damals zu vernehmen. Und nun? Können Sie sich noch an Frau Radziwill erinnern? Seitdem nie wieder im Kiez gesehen - nichts mehr von gehört.....

Die heutige rbb-Abendschau (vom 11.02.2012) brachte einen Bericht über Verdrängung am Beispiel Kreuzberg. Hören Sie da mal rein, liebe Frau Radziwill. Das ist auch hier im Kiez bereits voll im Gange - für Menschen jeglicher Herkunft. Dank der laufenden Mietpreistreibereien, gerade auch einer landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft: der GEWOBAG. Einträglich unterstützt von sicher doch ehrenwerten parteinahen Zirkeln. Haben Sie noch nichts davon mitbekommen, was hier im Kiez, in Ihrem Wahlkreis, gerade mit Modernisierungsvorhaben abgeht?

Aber vielleicht tue ich ja Frau Radziwill von der SPD damit Unrecht. Möglicherweise gibt sie ja bereits Survival-Kurse im Divan: "Überleben in Marzahn". ........ Wegen der sozialen Einstellung.
Gefördert natürlich
- von LSK, BBWA, ESF, EFRE, PEB, WDM, EU, BiWAQ, USB und TKKG.....
und gesponsert von der GEWOBAG...

Dann möchte ich mich selbstverständlich anständig entschuldigen.

- Gesellschaft, Menschen im Kiez, Politik, Satire - ein Kommentar / Kein Trackback

01. Februar 2012 - 00:02Straßensperrungen in den Zeiten

Eine uns noch nicht näher bekannte Interessengruppierung (CDU? Piraten? Religionswissenschaftler?) aus der Seelingstraße hat sich jetzt zu Wort gemeldet: Wir wollen unsere Straße wieder gesperrt haben! Sie glauben: der Besucherverkehr von und zum Zille-Haus wäre unerträglich geworden. Und überhaupt, sie hätten die eindeutig älteren Rechte an einer Sperrung als die Knobelsdorffstraße, so verkünden sie nun lautstark: die Seelingstraße wäre schließlich schon mal zur Mitte der 80er Jahre gesperrt gewesen. Als Beweis wurde uns dieses Foto zugespielt.

Sackgasse Seelingstraße / ca. 1985

 

Aus der Neuen Christstraße wurden bereits weitere Ansprüche angemeldet: Diese wären noch viel älter als die der Seelingstraße, da es um 1900 gar nicht möglich gewesen wäre, durch selbige zu fahren.

 
Oh oh, bevor nun noch Gruppen aus anderen Straßen auf diese Idee kommen, auch noch irgendwelche Geschichten ausgraben, und ein allgemeiner, erbitterter Straßenkampf um einzelne Sperrungen losbricht, sollte man vielleicht unseren Kiez besser gleich offen lassen oder komplett dichtmachen?

- Geschichte, Kiez, Satire - zwei Kommentare / Kein Trackback

21. Januar 2012 - 21:57Ehrenwerte Gesellschaften - eine Vortragsreihe in Charlottenburg

Über "Politik und Wohnungsbau - 25 Jahre (und noch länger) - Lug, Betrug und Korruption" hatten wir aus unserer Kiezgeschichte berichtet. Doch die "ehrenwerten Gesellschaften von Geschäftemachern, Politikern und Gaunern, nie ganz ehrlich, oft an der Grenze zum Kriminellen und manchmal auch darüber", bestehen weiter. Unseren Kiez kann man heute durchaus als Paradebeispiel heranziehen (allerdings sieht es woanders wahrscheinlich auch nicht viel besser aus). Parteien-Clans, ein spezieller Schlorrendorfer Polit-Sumpf mitsamt Vorort-Zirkeln - alles vorhanden. Vielleicht sollte man sich das mit dem geplanten Ökokiez-Label noch mal überlegen. Werbung mit "MafiökoKiez" könnte viel profitabler ausfallen. Das Label muß man nicht erst groß aufbauen, das gibt es bereits (sogar vom CO2-Ausstoß pro Kopf und Jahr her), es muß nur noch richtig öffentlich gemacht werden. Mit entsprechender Bewerbung könnten die Interessierten angelockt werden. Das würde Geld in den Kiez spülen. Die bezahlen gut, die bestechen großzügig. Dann muß man nicht mehr das Geld der kleinen Leute, also von den Mietern, bei der GEWOBAG abgreifen. Wenn die sich vorgenommen haben eine Straße zu sperren, dann geht das auch klar - zementklar sozusagen. Wenn die ein Haus leer haben wollen, dann geschieht das ohne langes Federlesen. Davon können kleine Möchtegern-Kiezdespoten noch was lernen. Das Label würde also eine echte Win-Win-Strategie bieten. Na ja, für einige halt - aber das ist eben immer so.


Eine Veranstaltungsreihe wird sich jetzt in Charlottenburg mit „Wirtschaftskriminalität und Korruption" beschäftigen. Na, das ist doch mal ein aktuelles Thema - (nicht nur) aus dem vollen Schlorrendorfer (Bezirks-) Leben gegriffen.
 

Zur Auftaktveranstaltung am kommenden Dienstag heißt es:
"Es geht den deutschen politischen Klassen nicht mehr um die Gestaltung der sozialen und ökonomischen Verhältnisse im Sinne eines Gemeinwohls. Sie sind ein Wirtschaftszweig geworden, eine gewinnorientierte Dienstleistung, die einen Service anbietet: die Umsetzung von Partikularinteressen in Gesetze."

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- Gesellschaft, Politik, Satire - Kein Kommentar / Kein Trackback

06. Januar 2012 - 03:392011 - Ein Jahresrückblick

Viel Vergnügen!

Mal schauen was dieses Jahr alles geschieht. =)

 

- Gesellschaft, Netzfundstücke, Politik, Satire, ZeitZeichen - ein Kommentar / Kein Trackback

31. Dezember 2011 - 17:24Das große Silvester-Feuerwerk

Eigentlich soll erst um 0:00 Uhr zum Start des neuen Jahres geballert werden. Doch man hält es selbst im kleinsten Dorf mal wieder nicht aus und kann es nicht erwarten. Das (noch) vorhandene Kriegsmaterial will schließlich stolz präsentiert werden - die neue, im Lauf des Jahres zusammengemischte, Sprengstoffmischung endlich ungestraft in aller Öffentlichkeit gezündet werden.

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25. Dezember 2011 - 18:35Apropos friedliche Weihnachten

Frohes Fest - Das Fest der Liebe ??

Hier einige erschütternde Meldungen aus einem kleinen Dorf. Scheinbar ÖkoBio-Bewegte, militante Vegetarier, wildgewordene Silberelstern, Harley-Treffen.... - das kommt uns doch alles irgendwie sehr bekannt vor.

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13. Dezember 2011 - 00:26Teil 4,5 - Sanierungsvorhaben 2012-2022 am Klausenerplatz

Wie gerade bei einer Krimiempfehlung angesprochen, wollen wir die präventiven Ermittlungen fortsetzen. In Teil 2 der Ermittlungsakten ist eine kleine Übersicht zu  bisherigen Untersuchungen zu finden. Im ersten Teil haben wir eine Ankündigung wiedergegeben, die uns aus alten Sanierungszeiten bestens bekannt ist: >> Für die Bestandsaufnahme und Erstellung planerischer Unterlagen für eine Instandsetzung und Modernisierung der Wohnungen und der Gebäude wurden verschiedene Planungs- und Architekturbüros beauftragt. Dabei sollen auch gutachterliche Untersuchungen an den Holzbauteilen, die Wohnungen, das Dach und das Treppenhaus betreffend, durchgeführt werden. >>

Zum tieferen Verständnis wollen wir dazu mal einen kurzen Ausflug ganz weit zurück in die Geschichte machen. Die alten Ägypter schufen bekanntlich grandiose Bauten, man denke da nur an die Pyramiden, die nach Tausenden von Jahren immer noch stehen. Doch auch für die Ägypter war es offensichtlich nicht so einfach und sie hatten damals bereits mit so manch menschlichen Unzulänglichkeiten zu kämpfen.
Wir zitieren dazu aus einer historischen Überlieferung:

Der Ägypter Steissbeinwehis, ........ , ist der Auftraggeber des Architekten Numerobis. Dieser soll sein Haus bauen, wobei Steissbeinwehis aber über die Verzögerungen bei der Inneneinrichtung sichtlich verärgert ist. In dieser Szene trifft man auch den Arbeiter Flisenlegis. Laut Steissbeinwehis sind neben Streitwagenmechanikern die Architekten die Schlimmsten Pfuscher.
Quelle: Deutsches Asterix Archiv 1998-2011

Das läßt uns aufhorchen und ruft übelste Erinnerungen wach. Wir hatten bereits dazu berichtet: "Damit sie endlich aus dem Kiez verschwinden ........ kann man möglichst viel Staub und Lärm machen, Mieten hochtreiben, und natürlich lügen, lügen, lügen..." Damals hieß es: 80 Prozent verfaulte Holzbalken in den Häusern, alles furchtbar schlimm und natürlich teuer und vor allen Dingen: alle Mieter müssen ganz schnell weg aus diesen einstürzenden Altbauten. Glücklicherweise trafen wir in der Kiezgeschichte auf einen Architekten mit Mumm, einen Freund der Mieter, der das alles als plumpe Lügen enttarnte. Hören Sie dazu unbedingt das Interview mit dem Architekten Hardt-Waltherr Hämer: "Von 80 Prozent verfaulter Holzbalken stimmte gar nichts" bei der Bundeszentrale für politische Bildung.

 
Diese Nummer zieht also jetzt nicht mehr. Diese Lügen können sie uns heute nicht mehr bringen. Von wegen 80 Prozent verfaulte Holzbalken. Nach den Erfahrungen glaubt das heute sowieso keiner mehr. Doch man will es gar nicht für möglich halten, was sie uns heute anscheinend für neue Märchen auftischen wollen.
Ein Architekt soll nun geplaudert haben, so wurde es uns erzählt. Danach soll es heute noch viel, viel schlimmer aussehen - 80 Prozent verfaulte Holzbalken wären dazu ja geradezu lachhaft. Eine neue Art von gefrässigen kleinen Monstern soll sich im Kiez breitgemacht haben. Wir müßten mal wieder alle ganz schnell verschwinden, weil alle Häuser kurz vor dem Zusammenbruch stehen. Ein jüngst Verstorbener hatte das alles schon vorausgesehen. Diese kleinen Parasiten (Petrophaga lorioti) wären nicht ausgestorben, sondern hätten sich massenhaft vermehrt, nur bei uns am Klausenerplatz - das wollen sie uns demnächst offiziell erklären.
Für wie blöde halten die uns eigentlich?

- Kiez, Satire - Kein Kommentar / Kein Trackback

30. Oktober 2011 - 17:13Neues aus Schlorrendorf

Schlorrendorf hat einen neuen König nebst Bezirksfürsten. Leider hat nicht das Kinder- und Jugendparlament die Regentschaft übernommen. Das ist bedauerlich, wäre allerdings sicher bei weitem nicht so lustig geworden. Die Presse hat dem Ereignis keine größere Bedeutung beigemessen. Nur die taz  (vom 28.10.2011) hat dazu etwas erklärt. Hier kann man sich das Papier der sog. "Zählgemeinschaftsvereinbarung" (als PDF) durchlesen.

Man beachte, das Vorhaben Bürgerbeteiligung mitsamt Kiezkonferenzen taucht darin erneut auf.

Die in den letzten fünf Jahren durchgeführten Kiezkonferenzen zum Bürgerhaushalt waren ein guter Ansatz, um neue Beteiligungsformen zu erproben und die Bürger/-innen mit ihren Anregungen und Wünschen in den politischen Entscheidungsprozess einzubinden.
......
Dazu soll im Rahmen einer interfraktionellen Projektgruppe mit dem Bezirksbürgermeister die zukünftige räumliche wie inhaltliche Ausrichtung der Konferenzen zügig beraten und beschlossen werden. Hierbei wollen wir die bisher gewählten Kiezbeiräte aktiv einbeziehen, um ihre Erfahrungen und ihr Engagement auch im zukünftigen Beteiligungsprozess angemessen berücksichtigen zu können.

Ich würde allerdings vorschlagen, anstatt weiterhin Hunderttausende von Euro für eine miese Show zu verpulvern, diesmal Ulli Zelle mit seiner Band "Die grauen Zellen" einzuladen. Das hat zwar auch nichts mit Bürgerbeteiligung zu tun, bietet aber mit Sicherheit eine unterhaltsame Show, von der alle was hätten.

Wie wichtig ihnen Selbstversorgung ist, wußten wir schon lange. So soll dann endlich die Kohle für den Bimmelbahn-Kassierer Klimaschutzmanager anrollen.

Der KLAUSENERPLATZ - ÖKOKIEZ 2020 wird mit einer breiteren Beteiligung der Öffentlichkeit weitergeführt. Dazu werden die Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit und Modellvorhaben des Ökokiezes unterstützt. Das Bezirksamt wird die Finanzierung eines Klimaschutzmanagers beantragen, den erforderlichen Eigenanteil fordern wir beim Senat ein.

Oho! Vielleicht sollte der alte und neue parteilose Finanzsenator den Bezirk vorsichtshalber ganz schnell unter eine präventive Haushaltssperre stellen.

So haben sie sich alle Posten gesichert, wo der fette Zaster fließt - Finanzen natürlich, dazu Stadtentwicklung und das Ordnungsamt. Was solls, heute Bundesgesundheitsminister, morgen Wirtschaftsminister und vielleicht übermorgen Verteidigungsminister - das kennen wir ja alles. In einem Punkt hat die Schlorrendorfer SPD allerdings aufrichtige Konsequenz bewiesen. Mit Sozialem hat man schon längere Zeit (manche sprechen dabei von 100 Jahren) nichts mehr am Hut: der Bereich "Soziales" wurde an die CDU vergeben.

Zum Abschluß etwas unterhaltsame Entspannung: Waldorf and Statler kommentieren die "Muppet Show".

- Politik, Satire - Kein Kommentar / Kein Trackback